Dörte, Campleiterin in Jänkendorf (Lebensgemeinschaft) Kimberly und Saskia, Campleiterinnen in Berlin (Projekt zur AIDS-Prävention) Nunu und Natia, Campleiterinnen in Ingelheim (Naturschutz und Ferienspielaktion) Max und Mohamed, Campleiter in Tübingen (Ökologiecamp) Wassilij und David, Campleiter in Middelburg (Ökologie) Isabel, Campleiterin in Lützensömmern (Tagungshaus) Juliane und Marie, Campleiterinnen in Bernkastel-Kues (Ökologiecamp) Cosima, Campleiterin in Buchenwald (KZ-Gedenkstätte) Iryna und Mathilde, Campleiterinnen in Günthersleben-Wechmar (Gemeindeprojekt) Ina und Theresa, Campleiterinnen in Ravensbrück (Gedenkstätte)

Workcamps leiten im In- und Ausland

Ein Workcamp lebt von engagierten und motivierten Campleiter/innen, die die Gestaltung eines Workcamps, die Kooperation mit dem lokalen Projekt und das Zusammenleben der Freiwilligengruppe unterstützen. Campleiter/innen zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Engagement für das unterstützte lokale Projekt und für die zu leitende Gruppe
  • Interesse und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen und unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Kontexten
  • gute Kenntnisse in einer oder mehreren Fremdsprachen
  • Fähigkeit zum Interessenausgleich und zur (gewaltfreien) Konfliktlösung
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Klarheit über Rolle als Leitungsperson
  • Nach Möglichkeit Erfahrung in der Freiwilligenarbeit bzw. mit Workcamps

Aufgabe von Campleiter/innen ist es, den Teilnehmer/innen zu helfen, sich in einer ungewohnten Umgebung bzw. in einem anderen Land zu orientieren und das möglichst selbständige Zusammenleben der internationalen Gruppe zu unterstützen. Campleiter/innen sind das verbindende Element zwischen der Teilnehmergruppe, der veranstaltenden (Workcamp-) Organisation und dem lokalen Projektpartner.

Auch ohne vorherige Workcamperfahrung kann man die Leitung in einem Camp übernehmen. Voraussetzung ist allerdings bei vielen Organisationen die Teilnahme an Vorbereitungs- oder Schulungsseminaren, die von den einzelnen Trägern angeboten werden. Die Seminare dienen dazu, dass sich Interessierte und die veranstaltende Organisation kennen lernen. Während der Seminare (manchmal auch in Auswahlgesprächen) sollen die Rolle und Aufgabe der Campleitung vermittelt werden. In den Vorbereitungsseminaren haben die Teilnehmer/innen die Chance, ihre Kreativität einzubringen und eigene Ideen in die Gestaltung eines Camps zu integrieren.

Die Leitung eines Workcamps bringt einige Vorteile mit sich. Die Erfahrung als Campleiter/in wird manchmal als Praktikum anerkannt. In jedem Fall stellt die jeweilige Organisation eine Bescheinigung über gesellschaftliches Engagement aus. Die Leitungserfahrung in einer internationalen Gruppe bereichert die persönliche Entwicklung und hilft bei der Ausbildung und bei der beruflichen Entwicklung. Campleiter/innen setzen sich gemeinsam mit der Gruppe internationaler Freiwilliger für eine sinnvolle Sache ein und sammeln eine Menge pädagogischer und organisatorischer Erfahrungen. Viele sehen ein Workcamp auch als Chance Fremdsprachenkenntnisse zu erlernen oder aufzubessern.

Ob eine Workcamp-Organisation Campleiter/innen einsetzt, ob dies nur in Deutschland oder auch im Ausland möglich ist, wie man sich dafür bewerben kann und wie die Organisation darauf vorbereitet, das alles kann man den Websites der jeweiligen Organisation entnehmen. Oder man ruft einfach an und fragt nach!